Klar, eigentlich sind Bratäpfel so ein richtig schönes Gericht, wenn es draußen knackig kalt ist, vor allem um Weihnachten herum. Doch mal ehrlich: der knackige Winter fällt bei uns ja immer öfter aus – stattdessen haben wir vor allem im Norden dann eher eine ungemütliche Regenzeit.

Und genau das ist das Stichwort: Gemütlichkeit. Ich kenne kaum ein Gericht, dass mehr Gemütlichkeit ausstrahlt als ein schöner Bratapfel mit raffinierten Zutaten. Denn es gibt mehr als den Klassiker „Bratapfel mit Vanillesoße“. Und auch jetzt, wo die warmen Frühlingstage noch auf sich warten lassen, solltest du keine Scheu haben, dir den Abend mit einem leckeren Bratapfel zu versüßen. Dazu ein paar Tipps und Tricks für die Zubereitung und ein Beispielrezept, wie man den Bratapfel auch mal ganz anders servieren kann.

Zunächst aber erst einmal eine einfache Anleitung zur Zubereitung: Wichtig ist es, den richtigen Apfel auszuwählen. Grundsätzlich sollte der Apfel groß und noch möglichst knackig sein. Bei den Sorten eignen sich die säuerlichen Äpfel besonders gut, vor allem der Boskop. Gute Erfahrungen habe ich selbst mit einer relativ neuen Sorte gemacht, dem Wellant. Den mag ich besonders, weil er auch für Allergiker geeignet ist. Beim Apfel wird dann oben die Kappe abgeschnitten. Nicht wegwerfen! Die Kappe kann man kleinschneiden und die Würfel für die Füllung nutzen. Den Apfel danach am besten mit einem Apfelstecher aushöhlen. Aber Vorsicht: Nicht zu tief, sonst hast du unten ein Loch, und beim Backen läuft der Saft raus!

Danach geht’s an die Füllung. Dafür kann man Rosinen, Honig, Marzipan oder Nüsse mischen – immer ganz nach dem eigenen Geschmack. Und dann kommen die Bratäpfel am besten in einer Auflaufschale in den vorgeheizten Ofen. Aber auch hier sollte man aufpassen! Gut sind 200 Grad Backtemperatur. Die Backzeit richtet sich danach, wie dick die Äpfel sind. Als Faustregel gelten 25 Minuten, aber lieber zwischendrin einmal mit der Gabel testen, denn wenn der Bratapfel erst einmal zu Apfelmus zerfallen ist, ist der Spaß dahin.

Alternativ zum Klassiker mit Vanillesoße gibt es aber auch die herzhaften Varianten, die ich beispielsweise hier gefunden habe. Besonders gut hat mir die Variante mit Couscous und Ziegenkäse gefallen. Für vier Portionen benötigst du 80 Gramm Couscous, 30 Gramm Walnusskerne, 100 Gramm Ziegenfrischkäse, zwei rote Zwiebeln – dazu etwas Zimt, Pfeffer und Chiliflocken. Zunächst geht’s an den Couscous. Dazu gibst du eine Prise Salz in eine Schüssel und gießt mit kochendem Wasser auf. Das Ganze sollte sechs bis acht Minuten quellen. Währenddessen die Zwiebeln schneiden und in etwas Butter andünsten. Auch die Walnüsse schön kleinhacken und kurz anrösten. Den Couscous lockerst du mit einer Gabel etwas auf und gibst ihn nach zwei bis drei Minuten in die Pfanne.

Vermische alles, füge eine Messerspitze Zimt, etwas Pfeffer und einige Chiliflocken hinzu. Und dann ab damit in die ausgehöhlten Äpfel. Den Ziegenkäse zerbröseln du und über die backbereiten Äpfel streuen. Bevor du nun den Deckel drauflegst, solltest du noch einen Esslöffel Olivenöl über das Kunstwerk verteilen. In der eingefetteten Auflaufform benötigt die Köstlichkeit bei 180 bis 200 Grad nun 25 bis 30 Minuten.

Ein köstliches Mahl am frühen Abend und das zu jeder Jahreszeit.


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