Dass wir etwas essen müssen um zu überleben ist wohl eine der selbstverständlichsten Dinge auf der ganzen Welt. Es ist etwas, was uns nicht gesagt werden muss, etwas, das wir nicht lernen müssen. Wenn wir Hunger bekommen, “wissen” wir automatisch, dass wir uns etwas zu essen besorgen müssen. Von diesem Standpunkt aus betrachtet, scheint es schier unglaublich, was für eine Wissenschaft aus dem Thema Ernährung gemacht wird. Aber die vielen übergewichtigen Menschen in unserer Gesellschaft sind eben auch ein Beleg dafür, dass die “richtige” Ernährung eben doch nicht so trivial ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Dabei ist vor allem der Überfluss an Nahrungsmitteln in unserer Gesellschaft ein Problem. Es ist an jeder Ecke Essen verfügbar und wer da keine Acht gibt, führt seinem Körper schnell deutlich mehr Kalorien zu, als er verbraucht – und wird so übergewichtig.

Die erste Antwort auf die Frage in der Überschrift lautet also: “Die richtige Menge essen!” Das heißt zum einen “Nicht zu wenig!”, wofür das Hungergefühl in der Regel von ganz alleine sorgt. Zum anderen bedeutet das aber auch “Nicht zu viel!”. Und genau hier liegt das Problem, denn unser Körper kann sehr wohl mehr Kalorien aufnehmen als er verbraucht. Da gibt es kein sofortiges Warnsignal analog zum Hungergefühl. So kann ein Kalorienspeicher angelegt werden, mit dem früher schlechte Zeiten überbrückt werden konnten. Solche schlechten Zeiten gab es bei uns aber zum Glück schon länger nicht mehr, was dazu führt, dass wir dauerhaft mehr Kalorien zu uns nehmen können als wir verbrauchen. Somit ist dieses “Nicht zu viel” der Haupt-Ansatzpunkt auf dem Weg hin zur richtigen Ernährung – und führt direkt zur nächsten Frage: Was soll denn dann weggelassen werden?

Hierauf gibt es dann alle paar Jahre eine andere Antwort. In der Regel stehen abwechselnd Fette oder Kohlenhydrate im Verruf. Entsprechend sehen es manche Menschen als besonders erstrebenswert an, sich vegetarisch, vegan oder gar frutarisch zu ernähren. Auf der anderen Seite gibt es aber zum Beispiel auch Diäten, die tatsächlich auch Fette als Hauptnahrungsmittel empfehlen. Und als Laie soll man sich dann unter all den vielen, teils konträren Ansätzen den richtigen und “einzig wahren” heraussuchen. Dass das nicht klappen kann, ist wohl wenig überraschend.

Der vermeintliche Erfolg dieser Diäten liegt darin, dass sie relativ einfach sind: “Iss einfach kein Fleisch!” Oder: “Iss einfach kein Brot!” Oder: “Iss nur Obst und Gemüse” In Wahrheit bringt das aber alles nichts, wenn man sich wirklich nachhaltig gesund ernähren will. Denn dafür ist eine ausgewogene Ernährung unerlässlich! Unser Körper braucht alle Nährstoffe und zwar am besten in der richtigen Menge. Das heißt zwar, dass man sich tatsächlich auch selbst ein wenig intensiver mit dem Thema beschäftigen muss, um eben nicht einfach immer das erstbeste zu Essen, was an der nächsten Imbissbude im Angebot ist. Aber dafür lohnt es sich dann auch wirklich 🙂 Guten Appetit!


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